Katherine und Umgebung

Gerade bin ich auf dem Rückweg von einem 4-Tagesausflug in die Nitmiluk-Schlucht.
Ich mußte feststellen, daß ich, um keine Internetverbindung zu haben, nicht unbedingt auf eine einsame Insel fahren muß. Was die Versorgung mit Internet und WiFi angeht, ist Australien noch schlechter aufgestellt als Deutschland. Die Einheimischen haben sich damit abgefunden, daß es selbst dann nicht funktioniert wenn damit geworben wird (wie z.B. in Hotels) und haben alle superteure Handyverträge um das Problem zu umgehen. Ein Angestellter im Katherine Museum hat mir erzählt, daß die Regierung zwar Breitbandkabel legen läßt, aber für jedes Grundstück ist nur ein Internetzugang vorgesehen. Wenn dort dann ein Haus mit 4 Mietparteien steht, haben 3 eben Pech gehabt. 

Die näheste Stadt am Nitmiluk Nationalpark ist Katherine. C.a. 27km von dort hat sich der Katherine Fluß tief in die Kalksteinlandschaft gegraben und bildet die Nitmiluk Schlucht bzw. die Schluchten 1-13.
An Schlucht 1 liegen der Startpunkt für zahlreiche Wanderwege und der Zugang zum Fluß für Kanuausflüge und Flußfahrten. Wenn man also nah am Geschehen dran sein will, muß man auf dem einzigen vorhandenen Campingplatz direkt an der ersten Schlucht übernachten. Das hab ich dann auch gemacht. Da ich kein eigenes Zelt habe, habe ich mir eines der dortigen „Safarizelte“ gemietet. Das ist quasi ein Zelt mit richtigem Doppelbett und mehr oder weniger festen Wänden. Wie man mir sagte, war ich damit dann ein Glamper. Glamping = Glamour + Camping
Naja, zumindest der Preis war glamourös😉

Am ersten Tag bin ich dann quasi durch‘s Outback gewandert. Auf der Rückseite meiner Wanderkarte stand, daß ab 32°C Außentemperatur eine Überhitzungsgefahr für Wanderer bestünde. Ich glaube der Siedepunkt von Australiern liegt höher 🙂
Ich jedenfalls war überzeugt, daß es eine kleine Dampfwolke gab, als ich zur Mittagspause in den Fluss gesprungen bin. Der Badespaß hielt auch nicht lange an, da eines der Tourboote uns zurief, daß ein Meerwasserkrokodil seinen Weg flußaufwärts gefunden hat. Und da ich bereits auf Bare Sand Island gelernt hatte, daß diese 4,5m langen Viecher es schaffen sich noch in kniehohem Wasser unsichtbar zu machen, habe ich auf weitere Schwimmrunden verzichtet.
Vom Aussichtspunkt auf den Fluß und auf der Kanutour am nächsten Tag habe ich dann ein paar Süßwasser-Vertreter getroffen.

Und hier ein paar Bilder der Schlucht von oben und vom Wasser aus:

Am 3.Tag kam eine der Freiwilligen von Miks Bare sand island fundraising dinner zum Frühstück auf den Campingplatz. Sie wohnt in Katherine und ist Tierarzthelferin. Und da wir am Tag des Dinners nur wenig Zeit hatten zu quatschen, wollte sie dies nachholen.
Danach hat sie mich in ihrem Auto nach Katherine mitgenommen und mir, an ihrer Praxisarbeitsstelle angekommen, letzteres überlassen. Ich hatte ihr erzählt, dass ich noch in die Cutta cutta Höhlen wolle und sie meinte ein Taxi dorthin würde mich ein Vermögen kosten (Womit sie sicher recht hatte). Und so hatte ich den ganzen Tag ein Auto zur Verfügung! Und bevor Ihr fragt: Ja, alle Laternen stehen noch, das Auto ist frisch und munter und die Katheriner sahen sich auch nicht gezwungen neue Schilder mit “Achtung, Linksverkehr!” anzubringen! 😉
Das Ganze zeigt, wie superfreundlich und hilfsbereit die Leute hier sind (Wie in Sri Lanka aber hier ist man sicher, daß wirklich niemand einem etwas verkaufen will;-). Camper, die ich vor den Höhlen getroffen habe, haben mir Essen angeboten und als ich vom Hotel in die Innenstadt gelaufen bin, hat eine Frau angehalten und gemeint mit meinem ganzen Zeug müßte ich nicht laufen, sie nähme mich im Auto mit.

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