Linosa

Hier malwieder eine Meldung. Es ist ein bißchen schwierig mit dem Bloggen. Nicht unbedingt weil ich nur im Rescue Center oder in 2 Cafes Internetverbindung habe; sondern vorallem weil die italienische Abendessenszeit ungefähr der griechischen entspricht. Sprich, wir machen Führungen im Center bis 19:30h, fahren dann zur Wohnung, 8 Freiwillige verteilen sich auf 2 Duschen und dann gibt’s Essen (Meistens von 2 Freiwilligen gekocht, manchmal kommt aber noch der Spaziergang zu einem Restaurant dazu). Oft fragt hinterher jemand “icecream for dessert?” und die ganze Gruppe macht sich auf zur besten Eisdiele Lampdusas, wo die Kugel Eis in Rosenform serviert wird.
Irgendwann falle ich dann vollgefressen ins Bett und verschiebe das Schreiben auf “morgen” 😉
So auch gestern, nach unserem Trip nach Linosa, einer Vulkan-Insel zwischen Lampedusa und Sizilien. Sonntag ist der freie Tag der Freiwilligen und irgendwie haben alle entschieden die Fähre nach Linosa zu nehmen.
Dort angekommen, hat man die Auswahl zwischen einer (Klein-)Bustour ÜBER die Insel und einer Bootstour UM die Insel (oder beides, die Insel ist nicht groß).
Wir haben uns für den Bus entschieden, dessen Klimaanlage die offene Seitentür darstellte und dessen Fahrer extrem viel zu erzählen wußte. Leider nur auf italienisch.
Linosa kam durch eine große Vulkanerruption “zutage”. Man kann das schwarze Vulkangestein auf den Bildern sehen und auch, dass man große Sandstrände hier vergebens sucht. Das Meer ist aber super klar und wenn man über alle Steine ins Wasser geklettert ist, kann man schwimmend kleine Buchten und Pools erreichen und die Kliffs bewundern.

Just saying

Okay guys. I have to say it. I really don’t know why everybody is always picking on the greeks.
They may have invented the labyrinth and “chaos” may be a greek word but the Italians have found great interpretations for both of these things! If you don’t believe me, catch a train to Rome airport and fly to Athens airport! (In case you can find your checkin desk, which is hidden behind a huge pillar, leaving no space for a queue so that you might very well end up with the folks of the neighbouring checkin, going to Singhapur😉
“Greek time” turns out to be quite similar to “Italian time”.
And the greek driving? Obliging and orderly by sri lankan standards! Also by these standards, Greeks are masters in selfreflection, blessed with a great sense of self-efficacy.
I have been expressing my amazement about the seemingly omnipresent ability and willingness of the greek people to communicate in english before and I have to do so once more. It might come in  direct consequence of the characteristic the greek people pride themselves maybe the most with: their hospitality. I also find that effortless, heartfelt kindness towards strangers unmatched and I hope they can carry it through all the floods of tourists, currents of hate-propaganda and waves of austerity!

Obviously this paragraph is full of stereotypes and generalisations and it is probably mainly to say that I miss my greek folks without saying at all that I don’t like the italian guys around me. On the contrary: I would advise every girl looking for a boyfriend to come to the Lampedusa sea turtle group. I have rarely met so many sweet and funny boys in one spot. And they all can cook superwell! On the other hand, it’s obvious, isn’t it? They are turtle people, how can they not be cool?!?! 😉

Im Metier

So, nun also mal ein Lampedusa-Bericht.

Ich bin hier als Freiwillige des Lampedusa Sea Turtle Rescue Centers* und die Wohnung der Freiwilligen hat kein WiFi. Daher die zähe Berichterstattung 😉
Ansonsten wohnen wir hier luxuriöser als die Archelon-Freiwilligen (zumindest als sie damals gewohnt haben.)
Die Gruppe besteht größtenteils aus Italienern, was immer genügend Kaffee im Haus und stets leckeres Abendessen sicherstellt 😉
Der Rest der Bewohner sind Katzen, deren Zahl gerade etwas aus dem Ruder läuft, weil die Tierärzte mit dem Kastrieren nicht hinterher kommen.
Ich sehe die „Kein Füttern von Tieren deren weitere Tierarztkosten du nicht bezahlen willst“ Politik von PaV malwieder bestätigt und verbringe täglich einige Nachmittagsstunden mit Augen auswaschen, Ohren putzen und Entwurmungspaste füttern.
Für den Rest der Zeit hat Daniela bei mir und der australischen Freiwilligen ein kleines „Forschungsprojekt“ zu Environmental Enrichment und Stressreduktion in Auftrag gegeben. Die Zahl unserer Forschungsobjekte ist zwar begrenzt (im Moment befinden sich 9 Schildkröten im Rescue Center. Alle unter 33kg), aber es ist trotzdem nett, solche Themen zur Abwechslung nicht heimlich angehen zu müssen, sondern auch noch die Blutuntersuchungen bezahlt zu bekommen!
Dasselbe gilt für die „Turtle talks“ die Eirini, Joanne und ich in Athen (inoffiziell) für die Freiwilligen geben.

Und dann ist da natürlich noch italienisches Eis, Pizza, Pasta, Käse und Post release-Frühstück am Hafen. Sollte ich in Sri Lanka Kilos verloren haben, ich wette sie sind bereits wieder zurück! 😉 :

*Mehr Infos auf englisch hier: https://www.lampedusaturtlerescue.org/

Gestrandet in Rom

Eigentlich dachte ich, dass ich wohl nie wieder in diese Stadt fahren würde. Und dann wollte die Fluggesellschaft, die mich nach Lampedusa bringen sollte, dass ich (für den doppelten Preis) ein neues Ticket kaufe, nur weil auf meinem alten Anja Dulleck anstatt Anja Steffi Dulleck stand.
Und so bin ich jetzt doch hier und warte auf meinen Flug am Mittwoch.